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Kräutergarten Monat August
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Da Angelikasamen (Engelswurz) schon bald nach der Reife seine volle Keimkraft einbüßt, muß er gleich nach der Ernte ausgesät werden. Der Samen reift meist schon im Laufe des August. Die Aussaat ist am besten in einem Frühbeet vorzunehmen. Ausgesät wird in Reihen mit einem Abstand von 10 cm. Auf der Reihe ist so dünn auszusäen, das nur alle 6 bis 8 cm eine Pflanze zu stehen kommt, weil erst im nächsten Frühjahr gepflanzt wird. Der Samen geht erst nach 4 Wochen auf. Er darf nur schwach mit Erde bedeckt werden. Bis zum Aufgehen legt man Fenster auf und hält die Aussaat feucht.Der Alant und die im zweiten Jahr stehenden Angelika (Engelswurz) erhalten bis Ende August die letzten zusätzlichen Nährstoffe. Man verteilt sie auf dreimal (Anfang, Mitte und Ende August). Der Stickstoff darf dabei nicht überwiegen.Die Hauptdolden der Fruchtstände von Anis sind in der Regel früher reif als die zahlreichen Nebendolden. Damit die Samen nicht ausfallen, muß man sie ausschneiden, sobald sie sich dunkel färben. Die Hauptdolden läßt man auf Tüchern nachreifen. Auch beim Ernten der Nebendoldenwird so verfahren. Am besten wird in den frühen Morgenstunden geerntet, wenn der Tau noch auf den Pflanzen liegt. Man verhütet dadurch Körnerverlust.Das Ernten der Würzkräuter wird im Laufe des August fortgesetzt.Wer die Fenchelfrüchte zum Einlegen verwenden will, muß sie halbreif ernten. Das ist im allgemeinen schon Ende August möglich. Man schneidet die am besten entwickelten Dolden heraus.Wenig bekannt ist, das neben den Blättern auch die Blüten der Kapuzinerkresse sehr würzkräftig sind. Die Kapuzinerkresse blüht in der Regel so reich, das man laufend einen Teil der Blüten pflücken kann.Wer die Knospen und Früchte der Kapuzinerkresse als Kapern einlegen will, darf den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Die Knospen müssen zwar ausgewachsen, aber noch ganz fest sein. Die Früchte sind zu ernten, solange sie noch unreif und völlig grün sind.Anfang August ist der Termin für die letzte Aussaat des Kerbels im Freiland. Er wird dann bis Ende September noch erntefertig. Je m² braucht man 1 g Samen. Der Reihenabstand von 15 cm reicht aus. Zu beachten ist, das der Samen nur ganz wenig mit Erde bedeckt werden darf.In Gegenden mit milden Wintern kann die Pfefferminze Ende August geteilt und neu angepflanzt werden. Von ihr erzielt man nur gute Erträge, wenn man sie alle 3 Jahre an einer anderen Stelle anbaut. Außerdem ist darauf zu achten, das die Teilpflanzen aus gesunden Beständen stammen und nicht unter Pfefferminzrost leiden.Die Pfefferminze bildet unterirdisch rhizomartige Wurzelsprossen, die man beim Teilen auseinander reißt. Die Teilstücke macht man nicht zu klein. Jedes sollte 3 bis 5 Triebe aufweisen. Auf ein Normalbeet pflanzt man nur 3 Reihen mit je 40 cm Abstand. Auf der Reihe genügt ein Pflanzabstand von 20 cm, so das je laufender Meter Beet 15 Pflanzen gebraucht werden. Flaches Pflanzen und anschließendes Gießen sind sehr wichtig.Feuchte Böden sind für die Pfefferminze besser als zu trockene. Die Erde muß in jedem Falle humusreich sein. Frischen Stallmist verträgt die Pfefferminze nicht. Darum muß man entweder verrotteten oder Torf in den Boden bringen. Pfefferminze gedeiht zwar auch in einer vollsonnigen Lage, doch ist ein warmer halbschattiger Platz besser. Darum pflanzt man sie gern zwischen locker stehende Beerensträucher oder auf Beete, di nur vormittags oder nachmittags von der Sonne getroffen werden.In nassen Sommern tritt der Pfefferminzrost manchmal so stark auf, das die Blätter unbrauchbar werden. Öfteres Lockern und freihalten der Beete von Unkraut sind wirksame vorbeugende Maßnahmen. Der Rost äußert sich durch dunkle Flecken und rotbraune Sporenlager an den Blättern. Beim geringsten Anzeichen von Befall schneidet man alle Triebe dicht über dem Erdboden ab und vernichtet sie. Auf den Beeten dürfen keine Blatt - und Triebreste liegen bleiben. Der auf den Rückschnitt folgende Neuaustrieb ist in der Regel rostfrei.Lavendel muß im Laufe des August bis etwa zur Hälfte zurückgeschnitten werden, damit er noch einmal austreibt. So behandelt, kommt er am besten durch den Winter. Den Rückschnitt nimmt man vor, wenn alle Blüten abgeerntet sind, aber spätestens nach Mitte August.Die Früchte des Gewürzpaprika muß man völlig ausreifen lassen, weil sie erst dann die beste Würzkraft haben. Man läßt sie also an der Pflanze richtig rot werden. Zum Aufbewahren trocknet man sie ganz scharf. Auf diese Weise behalten sie ihre Würzkraft mindestens für 2 Jahre.Für den Winterbedarf sollte man den Salbei nicht später als Ende August schneiden. Es handelt sich dabei um die 2. Ernte, wenn man Ende Juni schon Triebspitzen abgeschnitten hat. Am besten trocknet man nur die von den Triebspitzen abgeschnittenen Blätter. Salbeiblätter müssen schnell an einem schattigen Ort getrocknet werden, damit die Würzkraft erhalten bleibt.Beim Thymian liegt der letzte Erntetermin Ende August, damit der Neuaustrieb nicht zu jung in den Winter kommt. Die Thymiantriebe schneidet man beim Ernten bis etwa 8 cm über den Erdboden ab. Das Erntegut wird gebündelt und wie Majoran und Basilikum getrocknet. Das Trockengut behält die Würzkraft in gut schließenden Gefäßen sehr lange.Da die Ernte des Gartenampfers (nicht der Sauerampfer) erst im Oktober beginnt, verträgt er auch im August einige Düngergaben. |