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Kräutergarten Monat Juli
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Wer den Alant mit Hilfe von Jungpflanzen anbauen will, muß sich die Pflanzen dazu im Laufe des Juli besorgen. Der erforderliche Abstand beträgt 50 x 50 cm,so das man je m² nur 4 Pflanzen benötigt. Auf Normalbeete (1,20 m) pflanzt man am besten 3 Reihen, was einen Abstand von 40 cm entspricht. Dafür wird der Pflanzenabstand auf der Reihe auf 60 cm erhöht. Alantpflanzen wachsen ohne Ausfall an, wenn sie recht fest gepflanzt werden.Die im 2. Anbaujahr stehende Angelika (Engelwurz) müssen im Juli 2 Nährstoffgaben erhalten und öfters gehackt werden. Der Dünger wird am besten trocken zwischen die Pflanzen gestreut. Volldünger mit den 3 Hauptnährstoffen von Stickstoff, Phosphorsäure und Kali in etwa der gleicher Menge enthalten sind, eignen sich am besten.Anis wird im August erntereif und erhält darum in den 1. Julitagen die letzte Nährlösung. Ein kalireicher Volldünger trägt wesentlich zum Ausreifen der Früchte bei.Basilikum erntet man im Laufe des Juli zum Trocknen, wenn die Pflanzen mit dem Blühen gerade beginnen. In diesem Zustand hat Basilikum die beste Würzkraft. Um sie zu erhalten, muß man sie schnell trocknen. Deshalb macht man von dem kurz über den Boden abgeschnittenen Kraut nur kleine Bündel. Sie werden recht luftig, aber schattig aufgehängt. Wer die Blätter von den Trieben abstreift, muß auf Sieben trocknen. Das völlig getrocknete Basilikum wird in luftdichten Gefäßen aufbewahrt. Die Behälter sind dunkel aufzustellen.Das Basilikum treibt nach dem 1. Schnitt noch einmal durch und liefert einen zweiten, wenn es ihm nicht an Nährlösung fehlt. Die Nährlösung ist 0,3% ig anzusetzen und nach 2 Wochen ist das Düngen zu wiederholen.Der Beifuß wird meist in der 2. Julihälfte erntereif und muß abgeschnitten werden, bevor die Blütenknospen aufgehen. Die Triebe werden etwa 10 cm unter dem untersten Knospenansatz abgeschnitten. Vor dem Bündeln pflückt man alle Blätter ab, auch die zwischen den Knopsen sitzenden. Kleine Bündel beschleunigen das Trocknen. Sie werden luftig, aber gegen Sonne geschützt, aufgehängt. Nach dem Trocknen steckt man den Bündel in gelochte Zellophanbeutel, damit der Beifuß seine Würzkraft recht lange behält.Beim Bohnenkraut liegt die beste Würzkraft in der Zeit kurz vor dem Knospenansatz und dann noch einmal in Vollblüte. Zum Trocknen für den Winterbedarf wartet man am besten die Vollblüte ab. Aromatisches Trockengut erhält man von Bohnenkraut nur, wenn das beachtet wird, was beim Basilikum geschrieben ist. Bohnenkraut muß beim abschneiden trocken sein. Er darf auch nicht gewaschen werden. In staubdichten Beutel (gelochtes Zellophan) aufbewahrt, behält Bohnenkraut seine Würzkraft bis zur nächsten Ernte.Von der Eberraute werden die mit Blättern und Blüten besetzten Triebspitzen zum Trocknen geerntet. Über das Bündeln, Aufhängen und Aufbewahren bitte bei Beifuß nachschauen.Je häufiger die jungen Triebspitzen vom Eiskraut geerntet werden, um so besser und schneller treibt es neu aus, wenn im Boden genügend Nährstoffe vorhanden sind. Zum Trocknen eignet sich das Kraut vom Eiskraut nicht. Darum muß man die gesamte Kulturperiode zu seinem Genuß ausnutzen. Alle Monate einmal düngen, hat üppiges Wachstum zur Folge.Vom Kerbel (Gartenkerbel) kann man auch im Juli noch Folgeaussaaten machen. Im Juli kommt man mit einem Reihenabstand von 15 cm aus. Man muß beachten, das der Samen nur ganz wenig mit Erde bedeckt wird.Die Reife und damit auch die Ernte der Kümmelfrüchte fällt im allgemeinen in die Monatswende Juni / Juli. Sie richtet wesentlich nach dem Wetterverlauf. Da die Kümmelfrüchte sehr leicht ausfallen, darf man den richtigen Erntetermin nicht verpassen. Er ist gekommen, sobald sich die Früchte braun färben. Beim Ernten schneidet man mit der Gartenschere nur die Fruchtstände ab. Es ist wichtig, das man in den frühen Morgenstunden schneidet, wenn noch der Tau auf den Pflanzen liegt. Zum Nachreifen und gründlichen Trocknenlegt man das Erntegut in dünner Schicht auf Tücher. Der Raum muß trocken und luftig sein. Damit die Kümmelkörner nicht schimmeln, muß das Erntegut laufend gewendet werden. Mit Fliegengaze bespannte Holzrahmen eignen sich zum Trocknen noch besser als Tücher, weil bei ihnen die Luft auch von unten Zutritt hat. Bevor die Kümmelkörner in die Gefäße zum Aufbewahren kommen, müssen sie vollkommen trocken sein.Beim Majoran nimmt man den 1. Schnitt zum Trocknen vor, sobald sich die Blütenknospen entwickelt haben. Man geht dabei so vor, wie beim Basilikum. Auch beim Majoran kann man die Blätter von den Trieben streifen. Das geschieht aber am besten, nachdem die Bündel ganz trocken sind. Die trockenen Blätter muß man sofort in luftdicht schließende Behälter geben, damit die Würzkraft nicht verloren geht. Die getrockneten Bündel halten sich in gelochten Zellophanbeuteln sehr gut.Wer seine Pfefferminze im Juli zum Trocknen abschneidet, kann bis zum Herbst mit einer weiteren guten Ernte rechnen. Sie wird abgeschnitten, sobald erkennbar ist, das die Triebe mit Knospen abschließen wollen, also vor dem Knospenansatz. Der Schnitt erfogt einige Zentimeter über den Boden. Beim Ernten müssen die Blätter trocken sein. Man darf sie auch nicht waschen. Pfefferminze muß sehr schnell getrocknet werden, weil sonst Aromaverluste eintreten. Es werden nur die abgestreiften Blätter von den Trieben getrocknet. Zum Trocknen eignen sich Siebe mit entsprechender Maschenweite am besten. Die Siebe sind an einem schattigen luftigen Ort so aufzustellen, das die Luft auch von unten einwirken kann. In luftdicht schließenden Gefäßen behalten die trockenen Blätter ihr Aroma am längsten.Schnittlauch verlangt nach jedem Rückschnitt nicht nur viel Wasser, sondern auch Nährstoffe. Wenn man Schnittlauch auch gerade nicht braucht, muß er vor der Knospenbildung abgeschnitten werden. Zum Düngen genügt jeweils bis zum nächsten Rückschnitt eine 0,3% ige stickstoffreiche Nährlösung.Ende Juli beginnt im allgemeinen die Reife der Senffruchtstände, die im richtigen Stadium geerntet werden müssen. Die Erntezeit ist gekommen, sobald sich die Schoten gelb färben. Man schneidet nur die Fruchtstände ab und zwar am frühen morgen, denn die Senfkörner fallen leicht aus, wenn die Schalen der Schoten zu trocken sind. Das Erntegut legt man auf Tücher in die Sonne. Dort reifen die Schoten am besten nach. Wenn sie gut getrocknet sind, lassen sich die Körner leicht ausklopfen. Die Senfkörner sollte man in dichten Gefäßen aufbewahren.Für den Winterbedarf schneidet man am Wermut die nichtverholzten krautigen Triebspitzen vor der Blüte ab. Sie werden zu kleinen Bündeln zusammen gebunden und an einer luftigen schattigen Stelle gut getrocknet. Man kann auch nur die von den Trieben gestreiften Blätter trocknen und in gut schließenden Behältern aufbewahren.Die Haupternte vom Ysop fällt in der Regel in den Monat Juli. Man erntet, bevor die Pflanzen blühen. Der Ysop ist zwar in frischem Zustand am würzkräftigsten, behält aber die Würzkraft längerer Zeit, wenn das Trockengut sofort in luftdicht schließende Behälter kommt. Das Trocknen wird wie beim Wermut vorgenommen.Von den meisten Gewürzkräutern kann man während der ganzen Vegetationsperiode Pflanzenteile ernten. Unter Juni (kleine Mengen Estragon und unter die Kapuzinerkresse) nachzulesen.Auch im Juli darf man das Düngen der Gewürzkräuter nicht außer acht lassen, wenn man gute Ernten erzielen will. Das trifft vor allem auf die zu, die uns bis zum Herbst die Gewürze für die Küche liefern. Man düngt sie alle 2 Wochen einmal mit einer 0,2% igen Nährlösung. Der dazu verwendete Volldünger oder das Düngergemisch sollte nicht besonders stickstoffreich sein. Durch zuviel Stickstoff leidet fast bei allen die Würzkraft. |