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Kräutergarten Monat Juni
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Im Juni kann man noch Folgesaaten von Dill, Gartenkresse, Senf und Kerbel vornehmen. So erhält man von diesen Gewürzkräutern laufend junges Grün.Von Angelika (Engelswurz) sind nur so viele junge Triebe und einzelne Blätter zu ernten, das die Pflanzen nicht leiden. Am besten nimmt man nur schwache kleine Triebe. Bei der Entnahme größerer Mengen leidet die Entwicklung der Wurzel, auf die es bei Angelika besonders ankommt.Ende Juni kann man von Boretsch laufend Blätter zum Würzen ernten. In den ersten Junitagen ist sogar noch eine Aussaat möglich. Beim Boretsch ist die Würzkraft der Blätter auch noch gut, wenn die Pflanzen blühen.Dill und Bohnenkraut sind in jedem Wachstumsstadium als Gewürz verwendbar. Man kann sie als junge Pflanzen ernten. Die Hauptsache ist, das man genügend angebaut hat, weil kleine Pflanzen nicht sehr ergiebig sind. Bei Dill kann man sich durch laufende Folgesaaten helfen.Vom Eiskraut und der Tripmadam erntet man am besten immer nur die jungen Triebspitzen. Dadurch werden die Pflanzen zu neuem Austrieb angeregt. Man muß aber für zusätzliche Nährstoffe sorgen. Es genügen in monatlichen Abständen gegebene Nährlösung, die man 0,2% ig aus einem stickstoffarmen Volldünger herstellt.Kleine Mengen von Estragon - ,Fenchel - und Ysopkraut fallen schon im Laufe des Juni an. Besser als das pflücken einzelner Blätter ist die Entnahme kleiner schwacher Triebe, weil die Pflanzen so am wenigsten geschwächt werden.Von neuangebauten Gewürzkräutern, wie Gewürzampfer, kleiner Wiesenknopf, Liebstöckel, Löffelkraut, Melisse, Sauerampfer, Weinraute und Wermut, sollte man im Juni nur einzelne Blätter entnehmen. Dasselbe trifft auf Lavendel, Rosmarin, Salbei und Thymian zu. Im übrigen sind diese Kräuter so aromareich, das man immer nur einige Blätter benötigt.Die Kapuzinerkresse liefert von früher Aussaat schon Ende Juni würzige Blätter und manchmal Knospen. Die Würzkraft dieser Pflanze ist noch viel zu wenig bekannt. Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Versuch zu machen. Die Knospen sind, in gutem Essig angesetzt, ein vorzüglicher Kapernersatz.Von Meerrettich deckt man den Samenbedarf mit den schwachen Seitenwurzeln, die beim Freilegen Ende Juni anfallen. Damit die abgeschnittenen Seitenwurzeln nicht vertrocknen, schlägt man sie im Keller in feuchtem Sand ein.Im Laufe des Juni erhalten alle ausdauernden und auch die einjährigen Gewürzpflanzen 1 bis 2 Nährstoffgaben. Am besten stellt man 0,2% ige Nähstofflösungen eines stickstoffarmen Volldüngers her. Mit Stickstoff überfüttert, geht die Würzkraft der Kräuter wesentlich zurück.Sobald bei der Pfefferminze die ersten Anzeichen von Rostbefall bemerkbar sind, schneidet man alle Triebe bis dicht über der Erde ab. Diese Krankheit tritt vor allem bei nassem Wetter auf. Das erste Anzeichen sind kleine bräunliche Flecken an den Blättern. Nach dem zurückschneiden treibt die Pfefferminze in den meisten Fällen wieder gesund aus. Das befallene Kraut ist sofort zu vernichten.Im ersten Kulturjahr erfordert der Kümmel viel Hackarbeit und eine Kopfdüngung. Da Kümmel in verhältnismäßig schwerem Boden angebaut wird, ist laufendes Hacken zum Durchlüften unbedingt erforderlich. Vor allem muß man dafür sorgen, daß das Kümmelbeet von Unkraut frei bleibt. Die Kopfdüngung wird im Juni gegeben. Der Dazu verwendete Volldünger darf nur wenig Stickstoff enthalten, damit die Pflanzen nicht zu mastig in den Winter gehen. In Trockenperioden ist für Überbrausen zu sorgen.Ein an oft zu treffender Schädling ist die Kümmelmotte, deren Larven erheblichen Schaden anrichten können. Die Larven (Raupen) der Kümmelmotte fressen an den Blüten und Früchten. Ihre Anwesenheit erkennt man sehr leicht. Im Kleinanbau schützt man sich durch Ablesen der Raupen vor Verlusten. Diese zeitaufreibende Arbeit ist besser als Verwenden chemischer Mittel. |